Wer bin ich eigentlich, außer Mama zu sein? Selbstfindung mit der 1000 Fragen Challenge – #1

Wie könnte man auf dem eigenen Blog besser starten als mit genau jener Frage?

Ich bin im Gegensatz zu vielen anderen Müttern noch gar nicht lange in diesem Club (oder der Sekte? 😉 ), doch gerade nach dem Eintritt in so eine krasse Lebensveränderung weiß man relativ schnell nicht mehr, wer man ist, wenn man plötzlich für ein oder mehrere kleine Menschen sorgen muss und die Verantwortung trägt. Für mich war das erste Jahr mit Babys schon ganz klar reiner Elternmodus. Und selten hatte ich tatsächlich Sehnsucht nach einer wirklichen Auszeit. Doch je agiler und autonom diese beiden Wunschkinder hier werden, desto häufiger frage ich mich schon, wer ich eigentlich sonst noch bin. Und merke, dass da nach und nach auch mehr Raum und Zeit für Ich-Momente kommen. Dabei dreht es sich bei mir nicht darum, dass ich in der Badewanne entspannen kann (durchaus wichtig!) oder feiern gehen will (will ich nicht.), sondern auch, ganz bewusst zu mir zu finden. Denn sein wir ehrlich: Wir Muttis verlieren uns zuerst. Und das wieder einzufordern fällt den meisten, einschließlich mir, sehr schwer. Dabei ist es so wichtig!

Ein erster Schritt ist es definitiv, sich seinen Mitmenschen mitzuteilen. Nicht zu sagen, man hätte auch gern mal wieder Zeit für sich, sondern ganz klipp und klar zu sagen, wann man was machen will. Und sei es eben die Stunde in der Badewanne, in der niemand stören darf. Aber genau so muss man es dann auch formulieren.

Der andere Punkte ist dann der, dass man weiß, was man will. Oh Shit, denken jetzt bestimmt einige. So ging es mir auch. Aber ich habe eine tolle Möglichkeit gefunden, mich selbst nochmal besser oder zumindest bewusster kennen zu lernen. Inspiriert durch Johanna und ihrer 1000 Fragen Challenge las ich manche Fragen, die ich gar nicht so schnell und nebenbei beantworten konnte. Und genau das reizt mich! Es sind so völlig andere Fragen, viele sehr private auch, die ich dazu nutzen möchte, um meine Selbstfindung voranzutreiben.

Wer mitmachen will, darf das gerne tun! Egal, ob privat oder öffentlich.

Bild von PINKEPANK

Als seichten Einstieg habe ich nun diese ersten Fragen und Antworten für euch. Here we go:

1000 Fragen an dich selbst – #1

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Das war am 20. Januar diesen Jahres als der Herzmann und ich das erste Mal mit den Jungs in Einkaufswagen in unserem hutzelig kleinen Supermarkt einkaufen waren. Und das fühlte sie so gut an!
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meiner besten Freundin, denn sie stärkt mir den Rücken, selbst wenn sie andere Ansichten dazu hat oder etwas für sie einfach nicht infrage kommt. Bei niemandem konnte ich bisher ehrlicher sein als bei ihr.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? INSCHTAGRAMM! Fluch und Segen zugleich. Man lernt so viele coole und interessante Leute kennen, doch immer allen gleichermaßen folgen ist nicht leicht, obwohl ich das sehr gern täte.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Ich LIEBE Flachwitze! All jene, bei denen andere denken, das kann sich nur ein Grundschüler ausgedacht haben. Da kann ich Tränen lachen.
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Es gibt so Themen, bei denen ich direkt dicht mache, um mich selbst zu schützen. Das Weinen selbst stört mich dabei gar nicht. Eher die Worte, die dazu zum Vorschein kommen müssen. Bei meiner Familie und engsten Freunden juckt es mich aber kein Stück.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Schwarzbrot, Hähnchenbrust, Tomaten, Gurken und ein Spiegelei oben drauf gibt es fast täglich. Aber auch nur, weil ich meine Ernährung umgestellt habe.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinen Jungs einen Gute-Nacht-Kuss, denn der Herzmann kuriert gerade seine Grippe aus und ist nicht ansprech- oder knutschbar.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Wir sind sehr tolerant, offen für Neues und gutmütig. Mit uns kann man Pferde stehlen. Und für diese Eigenschaften bin ich ihr sehr dankbar!
  9. Was machst du morgens als erstes? Keto Kaffee trinken!
  10. Kannst du gut vorlesen? Ich bin ganz gut, denke ich. Der Sohn meiner besten Freundin ließ mich 2 Seiten weiter als seine Mama lesen. Ich bin also glaube ich schon recht weit vorne. 😉
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Gute Frage… Nicht so lange, glaube ich, denn mit 3 erkannte ich bereits den „Weihnachtsmann“ und wusste, da stimmt was nicht.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ein Auto. Der Führerschein fehlt mir aber auch noch …
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Naaa? Was wird es wohl sein? Geduld! War ich noch nie und würde wohl auch nur mit Hilfe einer guten Fee passieren.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Ich gucke gar kein typisches Fernsehen. Vor Netflix bin ich öfter bei TLC hängen geblieben. Der Fernseher läuft sonst nur für Football. Allgemein an Serien gucke ich immer wieder Gilmore Girls, Supernatural und nun auch Call the Midwife und ich liebe Dokus.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Also in einem für Kinder, mit Püppi und Herzmann, war ich zuletzt 2015. Aber so ein richtiger ist schon viel länger her. Bestimmt gut 6 Jahre, wenn nicht länger- Phantasialand.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? So alt wird unsere Generation ohnehin nicht. Ich möchte ungern im Krankenhaus versauern, wenn vor allem keine Chance auf Besserung/Heilung besteht.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? Meinen letzten gemeinsamen Urlaub mit meinen Eltern bevor ich auszog: Finnland! Ich durfte das Urlaubsziel wählen und es war so cool. Mit der Fähre rüber, dann eine Nacht auf dem Campingplatz geschlafen, weiter zum Ferienhaus, das gefühlt völlig einsam an einem See lag und 2 Nächte direkt in Helsinki. Damit haben sie mir einen Lebenstraum erfüllt!
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Wie innerlich verbrennen. Man stirbt bis man sich nur noch taub fühlt.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Nein, ich war mit meinem Namen immer zufrieden.
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? So richtige Zweifel an mir selbst habe ich wohl erst ab dem Moment erfahren, in dem ich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt.

In den nächsten Tagen kommen 20 weitere Fragen und Antworten online. Bleibt gespannt, denn ich bin es auch.

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Elisa
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Hier bloggt Elisa, 27, über den täglichen Wahnsinn mit Zwillingen und Herzmann. Ein bisschen tätowiert, ein bisschen gepierced, aber mit Kurven und Verstand. Aus einer Öko- Patchworkfamilie stammend, gehe ich meinen Weg durch dieses Eltern- Labyrinth. Begleitet mich doch ein Stück dabei!

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