Was ich am Schwangersein vermisse

Plötzlich war ich schwanger. Bumm! Einfach so- fast. Wer unseren Weg mitverfolgt hat, weiß allerdings, dass ich wirklich plötzlich und ohne (mir ersichtliche) Vorwarnung schwanger wurde. Trotz langem Kinderwunsch und einigen Hilfsmitteln.


Vom ersten Ultraschall bis zur Geburt der Jungs vergingen exakt 5 Monate! Und dann war ich plötzlich nicht mehr schwanger.

Ich hatte eine sehr schöne Schwangerschaft. Nicht zuletzt, da der Herzmann mich in allen Belangen zu 1000% unterstützt hat und schnell sämtlicher Haushalt in sein Aufgabengebiet fiel. Für ihn selbstverständlich. Für mich nicht. Und so konnte ich die Schwangerschaft sehr genießen, auch wenn natürlich auch ich meine Wehwehchen hatte, aber das war nie etwas im Vergleich zu anderen Schwangeren! Hier nun also mal einige Punkte, die mir wirklich fehlen:

  • Die Tritte!

Natürlich! Nur wer dies selbst erlebt hat, kann diesen besonderen Moment verstehen, der dadurch entsteht. Zumal es faszinierend ist wie es sich entwickelt: Erst ein Blubbern, dann Flattern über erste Stupser, die man glaubt zu spüren bis zu eindeutigen Tritten. Ihren ersten richtigen Tritt werde ich nie vergessen. Ich hielt sofort inne und stand mit weit geöffnetem Mund mitten im Raum.

  • Mein (praller) Bauch!

Ich gehöre zu den Frauen, die mehr auf den Rippen haben. Entsprechend rund (auch dank PCOS) ist mein Bauch schon viele Jahre. Als die Jungs immer weiter heranwuchsen, wurde mein Bauch nach und nach zu einem Babybauch und war entsprechend rund und fest. Das vermisse ich. Das und den Bauch allgemein. Ich habe ihn so stolz getragen!

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  • Gute Haut

Mir sagten in der Schwangerschaft einige, dass mindestens ein Junge dabei sein müsste, da ich so „strahlen würde“. Aha, dachte ich … Aber im Endeffekt stimmte es tatsächlich, denn meine Haut war viel reiner. Kaum Pickel oder entzündete Stellen. Kurz nach der Entbindung ging es sofort wieder los.

  • Pralle Möpse!

Ha ha, das darf man einfach nicht auslassen! Mit großen Hupen bin ich bereits „gesegnet“, aber als so allmählich die Milch kam, wurden sie immer praller. Ganz extrem wurde es natürlich mit dem Milcheinschuss nach der Entbindung. Der Herzmann sah uns Dreien oft wehmütig hinterher. 😉

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  • Über Babys reden!

Endlich durfte man sich wirklich Gedanken um Babys, Einrichtung, Klamotten und Co. machen! Und zwar so, dass man sich freuen konnte. Natürlich habe ich schon vorher, wie wohl jede Frau mit KiWu, über solche Dinge nachgedacht, aber ich bremste mich immer wieder aus so gut es ging. Schnell wurden diese schönen Gedanken nämlich zu negativen.

  • Essen!

Ich hatte keine seltsamen Gelüste oder gar Heißhungerattacken. Ich musste lediglich kontinuierlich alle 2-3 Stunden etwas futtern. Auch so habe ich während der Schwangerschaft wenig zugenommen und hatte nach der Entbindung sogar nochmal 2kg weniger als vor der Schwangerschaft. Aber man konnte endlich ohne wirklich großes schlechte Gewissen futtern. Und wenn man zum Abendessen eine Tüte Flips aß, waren die Babys Schuld und nicht die Mutti. 😉

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  • Geschenke!

Ob es nun daran lag, dass wir Zwillinge erwarteten oder nicht, aber auf einmal bekamen wir hier und da allerhand Geschenke. Viele gebrauchte Sachen (super!), eine Wippe, selbstgemachtes. Einfach top! Sogar von vermeintlich Fremden. Es ist schön für meine Pessimistenseele zu sehen, dass es auch noch ganz viele gute Menschen gibt!

  • Zerstreut? Na und? Ich bin schwanger!

Und was war ich zerstreut! Meine Güte… Mein Gedächtnis war wie ein Sieb! Aber hey, niemand war mir je böse deswegen. Vielleicht genervt. Ja, das ganz sicher. Aber so ist das mit Schwangeren.

  • Innere Ruhe!

Klingt komisch? Finde ich auch. Aber ab der 21. Woche hatte ich so eine innere Ruhe gefunden, die mir manches Mal selbst unheimlich wurde. Ich hatte Vertrauen gefasst. Meinetwegen ins Universum, ins Schicksal, dass alles gut geht und wir mit 2 gesunden Kindern gesegnet werden würden. Zudem gab mir die Gewissheit, schwanger werden zu können, eine tiefe Sicherheit und noch mehr Erleichterung.

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  • Zwillinge!

Hey, da wachsen gerade 2 kleine Menschlein in mir heran! Dieses Wissen darüber haut mich noch heute um. Für mich ist es ein unglaubliches Privileg, dies erlebt haben zu dürfen. Mehrlinge werden immer normaler in der heutigen Zeit, aber für mich wird es nie den Zauber verlieren. Mein Körper hat unfassbares geleistet und ich bin mega stolz- auf Kinder und Körper! 🙂


Mir blieb starke Übelkeit erspart. Nicht ein einziges Mal musste ich mich in der Zeit übergeben. Nicht immer war alles rosarot. Selbst bei mir nicht. Denn natürlich gibt es auch Dinge, die ich am Schwangersein nicht vermisse. Mehr dazu könnt ihr morgen lesen.

Wie ist das bei euch? Erzählt doch mal!

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Elisa
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Hier bloggt Elisa, 27, über den täglichen Wahnsinn mit Zwillingen und Herzmann. Ein bisschen tätowiert, ein bisschen gepierced, aber mit Kurven und Verstand. Aus einer Öko- Patchworkfamilie stammend, gehe ich meinen Weg durch dieses Eltern- Labyrinth. Begleitet mich doch ein Stück dabei!

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