Was ich am Schwangersein NICHT vermisse

Plötzlich war ich schwanger. Bumm! Einfach so- fast. Wer unseren Weg mitverfolgt hat, weiß allerdings, dass ich wirklich plötzlich und ohne (mir ersichtliche) Vorwarnung schwanger wurde. Trotz langem Kinderwunsch und einigen Hilfsmitteln.


Gestern habe ich euch damit vollgesülzt wie toll es für mich war schwanger zu sein. Und das ist die Wahrheit! Aber natürlich gibt es in jeder Schwangerschaft, so easy peasy sie auch gewesen sein mag, Schattenseiten. Wenn diese nun nicht akut waren, vergisst man gerne oder verklärt alles ein wenig. Hat Mutter Natur durchaus gut eingerichtet.

Hier nun also einige Punkte, die mir wirklich nicht fehlen:

  • Die Tritte!

Ups? „Ich dachte, die vermisst sie.“ Ja und nein. Jede Schwangere weiß, was ich wohl nicht so daran mochte. Genau: Tritte in Blase, Magen und gegen Rippen. Oh, was habe ich manches Mal geflucht! Logan schob mit Vorliebe (und so blieb er auch bis zur Entbindung) seinen Po gegen meine Rippen. Entsprechend oft gab es Tritte. Aua, aua. Nein, das fehlt mir nicht.

  • Der ständige Hunger!

Ich musste gerade in der ersten Hälfte der Schwangerschaft permanent essen. Tat ich dies nicht, wurde ich nahezu schlagartig mit starken Magenkrämpfen bestraft.

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  • Ischiasschmerzen!

Alter Falter! Allein deswegen müsste ich eigentlich sagen, dass ich nie wieder schwanger sein möchte. Ich habe vor Schmerzen geweint. Vor allem, wenn ich mich dazu dann nicht bewegen konnte und Gefahr lief, mich auf dem Sofa zu erleichtern. Ist zum Glück nie passiert, aber diese Schmerzen und die dazugehörige Hilflosigkeit … Horror!

  • Symphysenlockerung!

Die machte sich bereits ab der 15./16. Woche bei mir bemerkbar. Irgendwann holte ich mir dann endlich ein Rezept für einen speziellen Gürtel. Ob er geholfen hätte, kann ich leider nicht mehr beurteilen, denn einen Tag nachdem ich ihn hätte abholen können, platze Johns Fruchtblase.

  • Bettruhe!

Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt: Nach dem Blasensprung hatte ich strikte Bettruhe- durfte nur zum Pinkeln aufstehen. Im Endeffekt hatte ich nur 13 Tage diese Bettruhe, da die Jungs dann kommen wollten (bzw John, Logan lag wie gewohnt quer unter/zwischen/über meinen Rippen). Aber die Zeit war weder mental noch physisch leicht für mich. Und dann herrschte auch prompt noch so eine Hitze! Bettruhe, wenn sie angeordnet wird, ist scheiße. Da half es mir auch oft nicht, dass es unangefochten notwendig war.

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  • Drohende Frühgeburt!

Als wir erfuhren, Zwillinge zu erwarten, war uns schnell klar, dass sie früher kommen könnten. Aber so richtig informiert hatten wir uns nicht. Wieso auch? Man kann haufenweise Berichte dazu lesen und trotzdem weiß man nicht wie es bei einem selbst läuft oder wie es sich anfühlt seine Kinder in Brutkästen zu sehen. Im Krankenhaus sprachen Kinderärzte mit mir über die große Wahrscheinlichkeit, dass die beiden zu früh zur Welt kämen. Und so war es dann ja auch- fast 8 Wochen. Dabei im Krankenhaus zu liegen und sich zu fragen wie viel früher sie wohl kommen mögen, darauf hätte ich gerne verzichtet.

  • „Das darfst du nicht und das auch nicht!“!

Klar, wenn man das erste mal schwanger ist, dann ist man da wirklich verunsichert. Da verzichtete ich auf Mett, Camembert und Energy Drinks. Wobei ich natürlich auch sagen muss, dass ich das alles bis zur 11. Woche aß und trank, da ich von den beiden nichts wusste! :O Ohje, was habe ich mir für Vorwürfe am Anfang gemacht. Ich sah die beiden schon vor mir: 2 Kinder, 5 Augen, 3 Arme und 2 Ohren. Beruhigt kann ich euch sagen, dass alles an ihnen dran ist, was dran sein soll- und auch in der richtigen Menge. Als ich dann von der Schwangerschaft wusste, habe ich gerne auf all das und noch mehr verzichtet, aber es ist auch schön nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, ob man dieses und jenes zu sich nehmen darf.

  • Schlafen!

Ich bin ein leidenschaftlicher Bauchschläfer gewesen. Witzigerweise empfand ich dies bereits als unangenehm als ich von der Schwangerschaft nicht einmal was wusste. Schlafen allgemein wurde aber schnell anstrengend und schmerzhaft. Ich hatte fast jede Nacht Albträume und das gleich mehrmals. Schmerzen dank Symphysenlockerung und später wegen übergroßem Bauch.

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  • Abhängigkeit

Das setzte mir sehr zu. Den Haushalt abgeben? Klingt erstmal geil! Ist es nicht, auch wenn der Herzmann einen exzellenten Job gemacht hat. Je weiter die Schangerschaft fortschritt, desto abhängiger wurde ich (hauptsächlich von ihm): Mich vorm Kühlschrank zum Trinken in der Tür beugen, bescherte mir sofort einen heftigen Schmerz im Steiß- der Ischiasnerv meldete sich schlagartig. Gekrümmt (und meist ohne Trinken) watschelte ich zum Sofa. Beim Kochen brauchte ich einen Stuhl, um mich regelmäßig ausruhen zu können. Und selbst kochen? Pff, durfte ich schon lange nicht mehr in der Zeit!


Ihr seht, dass auch mir einiges nicht fehlt. Trotzdem sind die meisten Punkte eher kleine Sachen.

Wie ist es hier bei euch? Erzählt doch mal!

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Elisa
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Hier bloggt Elisa, 27, über den täglichen Wahnsinn mit Zwillingen und Herzmann. Ein bisschen tätowiert, ein bisschen gepierced, aber mit Kurven und Verstand. Aus einer Öko- Patchworkfamilie stammend, gehe ich meinen Weg durch dieses Eltern- Labyrinth. Begleitet mich doch ein Stück dabei!

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