Baby, es gibt Brei!

Ich gebe ehrlich zu, dass ich die ganze Sache mit dem Brei gern ausgelassen hätte. Nicht wegen dem eventuellen Aufwand oder weil mich das Gematsche stören würde. Ich hatte einfach gehofft, die beiden würden weiter ihre Milch süppeln und dann irgendwann denken:

Hey! Geil! Möhre am Stück!

… oder so. Es gibt viele, die ganz auf Brei verzichten und ihre Kinder an Beikost heranführen. Das versuchte ich als die beiden immer häufiger ihre Flaschen verweigerten. Doch sie waren einfach noch nicht so weit, um sich Essen wirklich zum Mund zu führen. Als sie allmählich immer mehr bei der Flasche schimpften, gab ich ihnen lieber Brei als gar nichts.

So interessant sie es auch fanden, so viel anstrengender war es auch für sie. Die wenigen Löffel vor der Flasche reichten schon- auch, um ungeduldig zu werden. Schmeckt gut, macht aber irgendwie nicht so schnell satt. Da mussten sie sich ein wenig in Geduld üben. Und so gab es nach und nach immer mehr Brei und weniger Milch zur Mahlzeit. Tja und plötzlich wollten sie von Brei gar nichts mehr wissen. So gab es wochenlang Milch.

Seit kurzem gibt es wieder Brei. Wir begannen mit einem Mittagsbrei rein aus Gemüse. Dann kam regelmäßig Fleisch hinzu. Schlussendlich aßen sie so viel davon, dass eine Milchmahlzeit dadurch ersetzt werden konnte. Mit der Zeit zeigte sich, dass beide Kinder nicht so die Frühstücksmenschen zu sein schienen. Bis sie am Morgen mal Hunger hatten vergingen gut 5-6 Stunden von der letzten Flasche an gerechnet. Und selbst diese wurde mehr schlecht als recht getrunken. Ich wandte mich an meine beste Freundin, dessen Sohn bereits ein kleiner Brei- Junkie war. 😉 Sie gab mir ein simples Rezept für einen Morgenbrei:

  • 100ml Wasser
  • 20g Grieß
  • 1 TL Rapsöl
  • 100g Obst

Das Wasser kocht man auf, rührt den Grieß ein und lässt es andicken. Danach von der Herdplatte nehmen und das Rapsöl und (pürierte) Obst hinzugeben. Fertig! Kostete mich am Morgen keine 5 Minuten. Anfangs gab ich beiden zusammen diese Menge. Und sie liebten es! Ach du Schreck, das war was! Dass sie nicht noch den Löffel aßen war auch alles. Und plötzlich gab es zweimal am Tag Brei! Mittlerweile isst jeder diese Menge wie oben angegeben allein. Mittags mache ich es mir leicht und gebe ihnen Gläschen. Meine Kochversuche verschmähen sie weiterhin.

Ich war immer ein Gläschengegner und ganz so unbeschwert gebe ich ihnen die Dinger auch weiterhin nicht. Andersrum kaufen wir fast alle gespritzte Lebensmittel- oder geben den Kindern Hühnchen, welches ja nun nicht gerade unbelastet ist. Somit versuche ich mich ein wenig damit zu trösten, dass gekauftes Gemüse aus dem Supermarkt auch nicht immer so viel besser ist. Und vermutlich übertreibe ich da total in meiner Meinung. Aber die beiden mögen ihre Gläschen und brauchen auch einfach anderes als nur Milch. Sie sind bald 8 Monate auf dieser Welt. Was habe ich erwartet? Bald sind sie keine Säuglinge mehr …


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Seit wenigen Tagen üben wir auch das Mümmeln an fester Nahrung- z.B. gekochter Möhre. Ehrlich gesagt mögen sie bisher die ungekochte Version lieber. Dies wiederum kann aber an den Zähnchen liegen oder weil es nicht so labbrig ist. Wir tasten uns also heran und ich halte die Hoffnung aufrecht, dass wir in naher Zukunft von Gläschen ablassen können. 😀

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Elisa
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Hier bloggt Elisa, 27, über den täglichen Wahnsinn mit Zwillingen und Herzmann. Ein bisschen tätowiert, ein bisschen gepierced, aber mit Kurven und Verstand. Aus einer Öko- Patchworkfamilie stammend, gehe ich meinen Weg durch dieses Eltern- Labyrinth. Begleitet mich doch ein Stück dabei!

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